Buchrezension: Der Schmerz der Seele

Geschafft. Wieder vorgeplant. Ich komme langsam wieder in meinen Takt rein. Der Mittwoch ist gut verplant. Vormittags bin ich unterwegs, nachmittags daheim. Lesen läuft, häkeln bzw. stricken läuft. Gestern war herrlicher Sonnenschein, was will man mehr. Und heute habe ich für euch die Rezension zu Der Schmerz der Seele von Hendrik Falkenberg:

Inhaltsangabe:

Anfangs läuft in dieser Nacht noch alles nach Plan. Ein stechender Geruch nach Ammoniak liegt in der Frühlingsluft, als die Tierschutzaktivisten den Zaun durchtrennen und in die Geflügelfarm eindringen. Unter Umgehung der Scheinwerfer und Überwachungskameras schwärmen sie über das Gelände aus. Zu spät bemerken sie, dass ihre Anwesenheit nicht unentdeckt geblieben ist. Die Auseinandersetzung endet in einem Gewaltausbruch, und einer der Aktivisten bezahlt für sein Engagement mit dem Leben. Mit einer Kopfwunde wird er regungslos in der schmutzigen Streu eines Stalles gefunden.

Der Ermittler Hannes Niehaus wird zum ersten Mal in seinem Leben hautnah mit den Zuständen in der Massentierhaltung konfrontiert. Im Verlauf des Falls häufen sich die Anzeichen, dass es um mehr als Tierschutz geht. Als weitere Menschen in Gefahr geraten wird die Suche nach dem eigentlichen Motiv zu einem Wettlauf mit der Zeit.


Details
Der Schmerz der Seele

Der Schmerz der Seele

Autor Hendrik Falkenberg
Titel Der Schmerz der Seele
Serie Hannes-Niehaus-Reihe Band 5
Seiten 398
Genre Krimi
Art Taschenbuch
Verlag Amazon Edition M
ISBN 978-1611-097375
Preis 9,99 €

 1. Die Handlung

Ein neuer Fall für Hannes Niehaus und diesmal geht es um einen interessanten Bereich: Tierschutz und Massentierhaltung. Ich finde der Autor hat das gesamte Thema interessant und gut dargestellt in einen Krimi verpackt. Die Handlung ist – wie bereits bei den Vorgängern – extrem verzwickt und hat viele plötzliche Wendungen. Bis zum Ende weiß man nicht, wer nun der Mörder ist. Dieses Rätselraten wird nochmals verstärkt, da im Buch kurze Kapitel zu einem jungen Mädchen auftauchen, das eine schwere Kindheit hatte. Man ist sich sicher, dass eine der Zeugen dieses Mädchen ist. Aber auch hier ist es sehr schwierig schon zu Beginn zu sagen, wer es ist.

Auch Band 5 konnte mich wieder restlos überzeugen was das Thema Spannung angeht. Der Mix aus dem aktuellen Fall und der Vergangenheit des kleinen Mädchens waren gut gemacht und es fällt sehr schwer das Buch wegzulegen, weil es wirklich fesselnd ist.

Der Abschluss des Buches war klasse. Ich war begeistert, vor allem über eine bestimmte Szene mit Hannes und seinem Chef Federsen, die ich so absolut nicht erwartet habe.

2. Die Protagonisten

Die Personen in diesem Buch sind sehr zahlreich vertreten. Die wichtigsten sind Hannes Niehaus, Henning Federsen und die Zeugin Juliane.

Hannes ist und bleibt für mein ein toller Protagonist. Ich mag seine Art zu ermitteln, sowie seine kleinen Schwächen – wie die roten Ohren in Stresssituationen – er wirkt einfach echt dadurch.

Henning Federsen ist quasi das komplette Gegenteil von Hannes, aufbrausend, impulsiv und ständig auf Konfrontationskurs. Jedoch kann man an ihm in diesem Buch auch eine nachdenkliche Seite entdecken. Eine Seite die man so nicht erwartet hat. Auf jeden Fall hat es meine zu Beginn sehr negative Meinung über ihn doch ein wenig revidiert.

Juliane ist Mitglied der Tierschutzbrigade und eine wichtige Zeugin. Ich wurde aus ihr nicht so richtig schlau, mal wirkt sie sehr offen und ehrlich, dann wieder geheimniskrämerisch. Gerade dieses Hin und Her kam bei mir nicht so gut an, weshalb ich sich über das gesamte Buch hinweg sehr kritisch betrachtet habe. Allerdings bringt diese Art natürlich auch Spannung rein, weshalb ich diesen Punkt keinesfalls negativ sehe.

3. Die Handlungsorte

Die Handlungsorte in diesem Buch sind doch überschaubar.

Die Geflügelfarm spielt natürlich eine wichtige Rolle. Selbst wenn man nur liest, wie es dort zugeht graust es einem schon.

Auch das Polizeipräsidium taucht vielfach auf, allen voran Federsens verqualmtes Zimmer. Auch das wäre mir absolut nichts, aber ich kenne es ja nun schon eine Weile.

Alle anderen Orte spielen nur eine nebensächliche Rolle. Insgesamt wird aber alles gut und detailliert dargestellt. Das Kopfkino läuft von allein.

4. Sonstiges

Ich liege mit Hendrik Falkenberg auf einer Wellenlänge was den Schreibstil angeht. Ich mag die flüssige und detaillierte Art sehr.

Auch seine Aufteilung in relativ große Kapitel mit vielen Absätzen ist gut, da ich so jederzeit gut pausieren kann, meist lese ich aber doch das Kapitel aus.

Das Cover ist sehr passend. Ich kann nicht verraten wieso, da müsste ich spoilern. Ihr müsst mir glauben.

Schriftart, Schriftgröße und auch die Papierqualität alles war im gewohnten Bereich und hat mir gut gefallen.

5. Das Fazit

5/5 Punkten

Ich kann Band 6 kaum erwarten. Die Krimis mit Hannes Niehaus sind für mich einfach genial. Der Sportpolizist hat sich innerhalb kürzester Zeit zu meinen absoluten Lieblingskommissaren entwickelt. Bei diesen Büchern stimmt für mich einfach alles: Handlung, Spannung, Protagonisten, Detailgrad. Bisher konnte ich noch nichts Negatives finden.

 

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