Wie viel und was lese ich? Ein paar Gedanken

So heute geht es mal um ein anderes Thema. Ich habe mir zuletzt viele Gedanken rund um das Thema Lesen gemacht. Allen voran über meine eigenen Lesegewohnheiten. Es wird nun Zeit das ganze mal auf das digitale Papier zu bringen. Vorrangig für mich, aber vielleicht haben einige von euch ja Interesse an diesem Thema. Hier also meine Gedanken zu Wie viel und was lese ich:

Seit 3 Jahren (2015,2016 und 2017) setze ich mir jetzt Ziele, wie viele Bücher und Seiten ich pro Jahr lesen möchte. An sich kein großes Problem. Grob geschätzt im ersten Jahr, was passen könnte und dann als Ziel gesetzt. Im Jahr 2016 habe ich dann mein Vorjahresergebnis als Basis genommen und noch etwas angehoben. Ebenso 2017.

Doch wo soll das hinführen? Man kann nicht jedes Jahr mehr und mehr lesen. Gerade bei mir wird das – aufgrund anderer Hobbys die auch ihre Zeit brauchen – schwierig. Nachdem ich dieses Jahr mein Ziel nun verfehlen werde, soviel ist sicher. Habe ich nun überlegt, was ich 2018 machen werde. Ein kleineres Ziel setzen? Gar keins? Was macht – vor allem für mich – Sinn?

Ziele sind an sich etwas Tolles und können einen anspornen mehr zu erreichen. Aber sie können auch Druck ausüben und alles schwerer machen als es ist. Ich habe für mich festgestellt, dass ein leichtes Ziel mich frustriert, weil es so leicht zu erreichen war, ein schweres Ziel aber ebenfalls, weil ich es vermutlich nicht schaffe, so wie dieses Jahr. Also werde ich mir für 2018 ein Ziel und damit Druck setzen?

NEIN! Ich denke ich werde es 2018 ohne konkretes Leseziel angehen. Ich werde weiterhin meine Statistik führen, wie viel ich lese, aber  eben ohne den Druck in jedem Monat eine bestimmte Marke zu erreichen. Vor allem erhoffe ich mir davon, dass ich wieder mehr Spaß am Lesen haben werde, denn der ist mir ein wenig abhanden gekommen. Immer der Druck so viel zu lesen hat mir selbst nicht gut getan. Daher habe ich schon jetzt den Schnitt gemacht und quasi das Ziel für 2017 aufgegeben. Es geht einfach nur noch darum etwas zu lesen und das mit Freude.

Ich kann nur hoffen, dass dieser Schritt richtig ist für mich.

Aber zum 2. Punkt. Was lese ich. Denn der Druck aus der oben genannten Sache hat auch Einfluss auf das was ich lese. Ich habe mich gescheut neue Bücher, neue Autoren anzufangen. Warum? Weil ich immer dachte: Wenn es dir nicht gefällt, quälst du dich durch einen gewissen Teil der Seiten und letztendlich schaffst du dein Ziel nicht. Und wieder das Thema Druck. Ihr merkt es zieht sich bei mir wie ein roter Faden durch.

Auch hier hoffe ich nun, dass ich mich von dem Seiten-Buch-Druck befreien kann und künftig wieder mit mehr Freude auch unbekannte Bücher lese.

Aber mich interessiert auch, wie ihr das seht? Setzt ihr euch mit Lesezielen unter Druck? Habt ihr selbst so etwas schon erlebt? Wie handhabt ihr das?

Gruß euer Martin

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4 Kommentare auf "Wie viel und was lese ich? Ein paar Gedanken"

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nealich
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Lieber Martin, da greifst Du ein sehr interessantes Thema auf… Ich war schon länger extrem überrascht, wie viel doch gelesen wird und noch mehr, wie viel darüber gebloggt wird. Vor allem die Anzahl der täglich/wöchentlich gelesenen Seiten hat mich ungläubig staunen lassen. Was arbeiten diese Leser? Oder ist das ihr Broterwerb? Bin ich zu langsam? Zu unkonzentriert? Was mache ich falsch? Und Zielsetzungen beim Lesen „müssen“ Druck ausüben und den wollen wir uns ja echt nicht selber machen, oder? Ich lese z.B. um abzuschalten, im Bus, in der Mittagspause und neben Büchern auch Tageszeitungen, Blogs, Fachbücher….. wie es Zeit und… Weiterlesen »
Anni
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Ahhhh, mein ellenlanger Kommentar ist weg. Ich flippe aus. Neiiiiiiin. Egal, hier noch mal kurz und knackig. I AGREE. Mit allem, was du im Beitrag schreibst und mit allem, was auch Katrin kommentiert hat. Versuch es 2018 einfach mal ohne Ziel und Druck und dann wirst du ja sehen, ob das der Weg für dich ist. Einfach ausprobieren. Gut so. Weiter so. Und hab vor allem viel Freude am Lesen, denn Lesen zu müssen, um darüber zu schreiben oder Zahlen zu erfüllen – keine gute Idee. 😉

Hab es fein, Herzensgrüße

Anni

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