Martin hat nochmal gelesen: Böser Wolf von Nele Neuhaus

Sonne – schönes Wetter. So kann der Tag doch starten. Alles ist erledigt. Nun kann ich mich meiner Strick-Arbeit widmen. Was habt ihr heute so vor?

Inhalt laut Buchrücken:
An einem heißen Tag im Juni wird die Leiche einer 16-Jährigen aus dem Main bei Eddersheim geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen unter anderem zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein graben tiefer und stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität. Und dann wird der Fall persönlich.

Details
67
Seiten 480
Genre Krimi
Art gebundene Ausgabe
Verlag Ullstein
ISBN 978-3-550-08016-6
Preis 19,99 €
Erst-VÖ 11.10.2012
Lese-Zeitraum 10.10.-18.10.16

Böser Wolf ist der 6. Band der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe von Nele Neuhaus. Ich habe es als Re-Read gelesen und war gespannt ob es mir nochmal gefällt.

Was der Buchrücken beschreibt, ist nur ein Bruchteil dessen was dieses Buch an Handlung bietet. Es ist eine sehr verworrene und vor allem große Handlung mit vielen Charakteren und Handlungssträngen. Zu Beginn kann das leicht verwirrend wirken, aber man sollte hier wirklich dran bleiben, denn jeder Charakter wird für den weiteren Verlauf „gebraucht“. Eine solche Geschichte auf gerade mal 480 Seiten zu begrenzen ist schon klasse gemacht, denn sicherlich hätte hier noch viel mehr passieren können.

Spannung war hier absolut kein Problem. Die Handlung, die Charaktere alle sorgte für eine sehr durchgängige und hohe Spannung. Dieses Buch legt man nur sehr widerwillig aus der Hand.

Die Charaktere dieses Buches sind fantastisch ausgearbeitet. Seien es die bekannten Leute wie Bodenstein und Kirchhoff, als auch die neuen Charaktere, die für diesen Band dazukamen. Alle wirken real, einige sympathisch, andere unsympathisch, ja sogar seltsam. Dieser Mix hat mich begeistert, denn so kam die gesamte Handlung sehr wirklich vor.

Auch die Handlungsorte waren toll dargestellt. Durch viele Details, die aber nie langweilig waren, hatte das Kopfkino genug zu tun und man taucht ein in die Handlung.

Es war das Ende, dass man sich bei einem solchen Buch gewünscht hat. Packend, mitreißend und die Spannung am Anschlag. Da geht der Puls dann auch mit in die Höhe.

Das Buch ist, wie bereits der Vorgänger „Wer Wind sät“ in große Kapitel eingeteilt, die jeweils einen Tag darstellen. Dabei werden diese dann in Absätze unterteilt. Dazu gesellen sich kürzere Kapitel, die in einer anderen Zeit spielen, für die Handlung aber ebenfalls Bedeutung haben, auch wenn dies erst zum Ende hin klar wird. Die Schriftgröße im Buch ist sehr angenehm für die Augen, langes Lesen ist hier möglich. Der Schreibstil von Nele Neuhaus ist auch in diesem Band flüssig und gut zu lesen.

Das Cover zeigt einen aufgetrennten Maschendrahtzaun und ein Dorf im Hintergrund. Ich vermute stark das es einen Handlungsort des Buches darstellt. Dann wäre es insoweit passend. Die Papierqualität gefällt mir. Angeraut und dick, gut zum Lesen also.

upFazit: Ein heikles Thema, dass aber aus meiner Sicht gut umgesetzt wurde. Packend, spannend und fesselnd. Ein toller Krimi von Nele Neuhaus. Lesenswert.

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