Martin hat gelesen: Metro 2035 von Dmitry Glukhovsky

Inhalt laut Buchrücken:
Es ist das Jahr 2035. Seit ein verheerender Atomkrieg die Erde verwüstet hat, haben die Menschen in den Tiefen der Moskauer Metro eine neue Zivilisation errichtet. Doch die vermeintliche Sicherheit der U-Bahn-Schächte trägt: Zwei Jahre, nachdem Artjom die Bewohner der Metro vor einer Katastrophe gerettet hat, drohen die ideologischen Konflikte zu eskalieren. Die einzige Rettung scheint in einer Rückkehr an die Oberfläche zu liegen. Aber ist das überhaupt möglich? Erneut begibt sich Artjom auf eine gefährliche Reise. Eine Reise, die alles verändert…

Details
56
Seiten 784
Genre Roman
Art Taschenbuch
Verlag Heyne
ISBN 978-3-453-31555-6
Preis 14,99 €

Dieses Buch ist der 3. Band aus der Metro-Reihe von Dmitry Glukhovsky. Er setzt nach dem 2. Teil (Metro 2034) an. Während es in Band 2 eher um Homer und Sascha ging, so dreht sich Band 3 wieder verstärkt um Artjom. Aber auch Homer spielt wieder eine Rolle. Recht früh im Buch fügen sich einige Fäden zusammen, vor allem so, dass einige Dinge langsam beginnen einen Sinn zu ergeben, die einem nach Band 1 und 2 unlogisch erschienen.

Wieder begibt sich Artjom auf den Weg durch die Metro. Es tauchen bekannte Stationen auf, aber auch neue Stationen, neue Personen usw. Es wird rein von der Geschichte auf jeden Fall nicht langweilig.

Spannung war etwas, was mir in den ersten beiden Teilen gut gefallen hat. Auch hier bleibt das bestehen. Es beginnt zwar ein wenig ruhiger, aber schon bald ist eine gewisse Grundspannung vorhanden, die dafür sorgt, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legt. Dafür sorgen auch immer wieder unerwartete Wendungen, die dem Buch und der Handlung immer wieder neuen Schwung verleihen.

Der Autor verschwendet keinen unnötigen Platz mit Beschreibungen der Charaktere. Er bleibt beim Wesentlichen und das finde ich auch völlig ausreichend für dieses Buch. Die Handlung schreitet sehr schnell vorwärts und manche Charaktere tauchen nur für wenige Seiten auf. Warum sollte man da zu sehr ins Detail gehen.

Auch habe ich mich sehr gefreut Artjom wieder vermehrt „zu sehen“. Dieser Charakter ist mir im 1. Band sehr ans Herz gewachsen und es war toll nun wieder vorrangig seinen Abenteuern zu folgen.

Dafür gefällt es mir, wie er die einzelnen Stationen und Tunnel beschrieben hat. Auch wer, wie ich, noch nie in der Moskauer Metro war, bekommt denke ich einen guten Eindruck von den Stationen, aber auch vom Moskau an der Oberfläche, das in diesem Band deutlich häufiger seinen Platz bekommt.

Das Ende. Es war an sich gut. Es hat mir schon gefallen. Aber mir sind einfach einige Fragen zu viel offen geblieben. Da ich hier nichts verraten will, kann ich nicht ins Detail gehen, aber da so einiges im Unklaren bei mir geblieben ist, wäre es nicht abwegig zu vermuten, dass diese Reihe um Artjom mit Metro 2035 noch nicht ihr Ende gefunden hat. Ich denke hier muss man abwarten, ob der Autor möglichweise noch etwas in Petto hat.

Das Buch besteht aus relativ großen Kapiteln, die aber gut durch Absätze geteilt sind. Für den kurzen Lesestopp zwischendrin sehr praktisch. Die Schriftgröße finde ich sehr angenehm und gut für die Augen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Es geht flott voran in der Geschichte und der Autor verliert sich nicht in unnötigen Details.

Das Cover passt optisch zu meinem 1. Teil. Die rote Farbe hat schon etwas anziehendes, aber man hätte denke ich noch mehr machen können, vielleicht stilisiert eine der Stationen darstellen oder so. Die Papierqualität war sehr gut. Es war angerauhtes und vor allem dickes Papier, sodass die Rückseite nicht durchscheint, etwas das ich beim Lesen sehr störend finde.

upFazit: Es ist schwer hier die richtige Entscheidung zu treffen. Daumen hoch oder nur zur Seite. Letztendlich überwiegt aber die tolle Geschichte, sodass ich darüber hinwegsehe das zum Ende hin einige Fragen offen geblieben sind, auf die ich gerne eine Antwort gehabt hätte. Ich hoffe einfach, dass diese Fragen in einem weiteren Buch geklärt werden.

Ich lese sehr gerne. Häkele Kuscheltiere und mehr. Außerdem stricke ich gerne Socken.
Ich bin gerne im Zoo unterwegs und bastele mit Begeisterung an meinen Websites.

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