Martin hat gelesen: Der Tigerbiss auf dem Weihnachtsmarkt von Ralf Romahn

Inhalt laut Buchrücken:
Mittten in Berlin, direkt an der Protokoll-Strecke des Politbüros, stürzt eine Frauenleiche aus einem aufgetürmten Schneehaufen auf ein parkendes Auto. Wochenlang lag sie dort verborgen. Nur eine Handvoll Indizien hat Untersuchungsleiter Gerhardt, um den Mörder zu finden.
Dieser und drei andere ungewöhnliche Fälle zeige, wozu Menschen fähig sind – getrieben von Gier, Geltungsdrang, Hass und Eifersucht. Dass die Straftaten in einer Zeit geschehen, in der durch die politischen Umbrüche Verunsicherung und Orientierungslosigkeit herrschen, hat Auswirkungen auch auf die Arbeit der Kriminalpolizei. Gerhardt beschreitet bei seiner Ermittlungsarbeit Wege, die zuweilen an die Grenzen des Erlaubten stoßen.

Details
27
Seiten 224
Genre Krimi-Sammlung
Art Taschenbuch
Verlag Eulenspiegel
ISBN 9783360021984
Preis 12,99 €

Dieses Buch war ein Weihnachtsgeschenk und ich kam endlich dazu es zu lesen.

Inhaltlich bietet das Buch 4 authentische Kriminalfälle aus der ehemaligen DDR bzw. zu Zeiten der Wiedervereinigung. Der erste Fall handelt von der toten Frau im Schneehaufen (Siehe oben), der 2. Fall von einem Westberliner der auf dem Weihnachtsmarkt von einem Tiger gebissen wurde. Beim 3. Fall geht es um einen Doppelmord nach dem Mauerfall. Und der letzte Fall spielt in einem Altenheim. Vielleicht mangelt es mir an Fantasie, aber während ich mir den 1. Fall, sowie den 3. und 4. gut vorstellen konnte, so erschien mir der 2. Fall irgendwie abwegig. Ich will dem Autor keinesfalls etwas unterstellen, aber dieser Fall erschien mir zu außergewöhnlich als das ich ihn für echt halte.

Spannung. Das ist eine Gratwanderung. Bei Krimis, die auf ausgedachten Geschichten beruhen kann man natürlich mit der Spannung ganz anders verfahren, als bei einem echten Fall, den man nacherzählt. Das ist klar und das berücksichtige ich auch. Trotzdem fehlte mir bei diesen 4 Fällen die Spannung an allen Ecken und Enden. Das ganze wirkte zu sachlich, zu monoton um Spannung aufzubauen. Ich hatte eher das Gefühl einen Bericht zu lesen, als einen Krimi. Was schade ist, denn ich vermute stark, dass man die Geschichten nur etwas anders hätte aufbauen müssen um hier mehr Spannung reinzubringen.

Dadurch fiel es mir enorm schwer weiterzulesen. Ich hab es zwar durchgelesen, aber das es mich wirklich gefesselt hat, kann ich absolut nicht behaupten.

Wie bereits weiter oben geschrieben hatte es etwas von Berichten. Dadurch fehlten mir auch irgendwie gewisse Details. Die Personen hatten für mich keine richtige Tiefe und es war dadurch schwer sich in die Handlung und auch die Personen selbst hineinzuversetzen.

Okay hier kann man  sagen, die Geschichten wurden abgeschlossen. Es gab bei keiner der 4 Handlungen offene Fragen. Das war wirklich gut und das fehlt bei anderen Krimis manchmal. Ein gutes Ende.

Das Buch ist in die 4 Fälle gegliedert. Diese sind, bis auf einige Absätze, durchweg geschrieben. Einzelne Kapitel für die Fälle gibt es nicht. War in Ordnung, obwohl bei der jeweiligen Länge etwas mehr Unterteilung nicht verkehrt gewesen wäre. Die Schriftgröße fand ich dafür ausgezeichnet. Groß und gut zu lesen. Müde werden die Augen davon garantiert nicht. Der Schreibstil war nicht meins. Es kam alles mehr als sachlicher Bericht, denn als Krimi rüber.

Das Cover ist okay. Klar kann man diesen Apfel zum Weihnachtsmarkt dazuzählen, somit zur Handlung und so weiter. So richtig ansprechend finde ich es nicht und wenn ich nur das Cover sehen würde, würde ich für dieses Buch vermutlich nicht stehen bleiben. Die Qualität der Seiten war gut, schön dick und angerauht. Da gibt es nichts zu meckern.

downFazit: Mir fällt es schwer mit dem Daumen nach unten. Aber insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Daher bleibt mir nichts anderes übrig. Ich fühle mich gegenüber euch Lesern verpflichtet und das bedeutet auch ehrlich zu sein und deshalb kann ich keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen.

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