Martin hat gelesen: Der Circle von Dave Eggers

Inhalt laut Buchrücken:
 
Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …
 

Details
11
Seiten 560
Genre Roman
Art Taschenbuch
Verlag KiWi
ISBN 9783462048544
Preis 10,99 €

Dieses Buch war ein Spontan-Kauf. Irgendwie faszinierte mich das Cover und der Buchrücken schien auf ein sehr interessantes Buch hinzuweisen.

Okay inhaltlich gibt es nichts zu meckern. Sie beschreibt das Leben von Mae im Circle. Einer riesigen Firma, die mich entfernt an einen Mix aus Google, Facebook und Co. erinnert. Die meiste Zeit über spielt das Buch auch auf dem Gelände des Circle. Nur vereinzelt sind Teile der Handlung außerhalb. So zum Beispiel wenn Mae ihre Eltern besucht. Trotz der wenigen Handlungsorte ist es nicht langweilig, denn auf dem Gelände des Circle gibt es viel zu entdecken.

Ich weiß nicht warum, aber ursprünglich hatte ich gedacht es wäre hier ein Thriller. Aber dem ist nicht so. Es ist – wie es ja auch auf dem Cover zu lesen ist – ein Roman. Trotzdem war es spannend. Die neuen Bereiche entdecken, die ganzen technischen Neuerungen. Einfach klasse und faszinierend. Auch wenn man nicht ständig einen erhöhten Puls hat, war es nie langweilig.

Die Personen sind äußerst gut ausgearbeitet. Es macht Spaß sie sich vorzustellen, was einem auch ohne weiteres gelingt. Auch andere Details, zu den Gebäuden, ja selbst zu den technischen Gadgets sind detailliert und sehr gut. So kann man richtig in das Buch eintauchen!

Wer jetzt glaubt, dass das Buch aufgrund der geringen Spannung nicht fesselt – der irrt sich gewaltig. Es ist kaum zu glauben wie ein solcher Roman fesseln kann. Die ständigen Neuerungen, die Veränderungen der Menschen. All das lässt einen nicht los. Wahnsinn.

Das Ende kam dagegen bei mir nicht so gut an. Irgendwie fehlte mir der Abschluss. Es blieben gewisse Fragen offen und einen Handlungsstrang hätte man auch anders enden lassen können und so noch wesentlich mehr Spannung erzeugen können. Aber gut das ist meine persönliche Meinung. Das mag ein anderer Leser wieder ganz anders sehen.

Das Cover wa auffällig. Die Farbe und dazu das Logo des Circle – das spricht an. Und genau deshalb ist mir das Buch ja auch aufgefallen. Qualitativ ist das Buch gut. Die Seiten sind dick und angerauht und lesen sich somit gut. Die Schriftgröße ermüdet die Augen nicht und auch die Schriftart ist gut gewählt. Weniger hat mir die Aufteilung gefallen. Es ist in 3 Bücher aufgeteilt. Dazwischen aber nicht in Kapitel, sondern immer mittendrin in Absätze. Das mag gehen, aber abgeschlossene Kapitel ziehe ich dann doch vor, da sie – mir zumindest – das Lesen erleichtern.

upFazit: Der Roman las sich sehr gut. Es war spannend, interessant und mal etwas völlig anderes. Auch wenn mir das Ende nicht zu 100 % gefallen hat und mir die Aufteilung nicht so zusagte gebe ich den Daumen hoch, denn das ist Jammern auf hohem Niveau.

Hinterlasse einen Kommentar

Ich freue mich über jeden Kommentar, also schreib mir doch etwas. Wenn du zum 1. Mal kommentierst, muss der Kommentar erst freigeschaltet werden!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz
%d Bloggern gefällt das: