Martin hat abgebrochen: Das Seegrab von Carina Bergfeldt

Schönen guten Morgen liebe Leser. Der Tag begann heute recht positiv. Mal sehen ob das im Verlauf so bleibt. Geplant ist einiges: Einige Erledigungen in der Stadt, einkaufen, außerdem möchte ich mein Spiel weiterspielen und nach einem neuen Häkel- bzw. Strickprojekt suchen. ^^ Aber erstmal gibt es eine neue Buch-Meinung:

Inhalt laut Buchrücken:
Als Viktor Hyldgaard nach einem Kneipenbesuch im schwedischen Skövde nicht mehr nach Hause kommt, befürchtet seine Frau das Schlimmste. Die junge Kriminalbeamtin Anna Eiler, die mit dem Fall betraut wird, glaubt zunächst nicht an ein Verbrechen – bis in einem kleinen See ein grausiger Fund gemacht wird: Ein menschlicher Körper treibt im Wasser und im Hals des Toten steckt das Foto einer Frau. Doch der Tümpel der in der Gegend als „Valdemars Grab“ bekannt ist, birgt ein noch viel schrecklicheres Geheimnis…

Details
71
Seiten 352
Genre Krimi
Art Taschenbuch
Verlag Goldstein
ISBN 978-3-442-48124-8
Preis 9,99 €
Erst-VÖ 15.08.2016
Lese-Zeitraum 08.11. – 18.11.16

Dieses Buch ist mir bei einer Werbemail ins Auge gesprungen. Da ich schwedische Krimis mag und schon länger nach neuen Autoren gesucht habe, wollte ich der Autorin eine Chance geben.

Was passierte mit Viktor Hyldgaard? Diese Frage stellt sich während des Lesens weniger häufig, als ich gedacht habe. Denn leider dreht sich ein großer Teil der Handlung nicht um die Suche nach ihm, bzw. den Ermittlungen der Kriminalbeamtin Anna Eiler, sondern eher um die Reporterin Julia Almliden. Diese berichtet zwar auch über das Verschwinden von Viktor Hyldgaard, jedoch wird eine andere Handlung hier viel mehr in den Vordergrund geschoben. Um nicht zu spoilern kann ich da jetzt nicht mehr verraten.

Jedoch hatte ich damit schon enorme Einstiegsprobleme bei dem Buch, denn gefreut hatte ich mich auf einen typischen Kriminalroman aus dem „hohen Norden“. Stattdessen hatte ich eher das Gefühl die Lebensgeschichte der Julia Almliden zu lesen, mit kurzen Unterbrechungen durch den Vermisstenfall Hyldgaard.

Spannung gehört zu einem Krimi wie das Mehl zum Backen. Hier fehlte mir das „Mehl“. Wie ich bereits ein Stück weiter oben geschrieben habe, geht es nur sehr nebensächlich um diesen Vermisstenfall. Dieser hätte denke ich mehr spannende Momente haben können, wenn die Autorin sich auf diese Handlung konzentriert hätte. Stattdessen verlor sie sich immer mehr in diesem 2. Handlungsstrang, wodurch der eigentliche Hauptfall zur Nebensächlichkeit heruntergestuft wurde.

Das sorgte dann auch dafür, dass ich mich beim Lesen wirklich gequält habe. Nach 263 Seiten habe ich letztendlich den Schnitt gemacht und abgebrochen, da bereits 20 Seiten am Stück sehr ermüdend und – ich muss es leider so hart sagen – sehr langweilig waren.

Vom Inhalt des Buchrückens her würde man vermuten Anna Eiler ist in diesem Buch die Hauptperson. Dies kann ich leider nicht so sagen, denn über sie erfährt man zwar ein wenig, aber trotzdem ist sie für mich nur eine Nebenperson. Stattdessen wird über das Leben und die Vergangenheit der Julia Almliden jedes Detail ausgegraben. So detailliert dass es mich ab einem gewissen Punkt nur noch langweilte und ich diese Teile am liebsten übersprungen hätte.

Da ich das Buch schlussendlich abgebrochen habe, kann ich zum Ende nichts sagen.

Das Buch hat viele Kapitel, die meisten recht kurz, teils nur 1 Seite. An sich finde ich sowas immer schön, da man so oft mehr liest als geplant. Die Größe der Schrift war angenehm groß und auch etwas längeres Lesen wäre hier möglich gewesen. Der Schreibstil selbst war für mich ungewohnt. Ich lese gerne einen flüssigen und flotten Schreibstil, bei dem die Handlung schnell vorwärts kommt. Dieser hier wirkte auf mich sehr träge.

Das Cover zeigt eine Möwe die über das Meer gleitet. So richtig nachvollziehbar ist das Cover für mich nicht, denn das Seegrab ist eher ein Tümpel und nicht das Meer. Die Papierqualität war gut und es gab da nichts zu meckern.

downFazit: Spannung – Fehlanzeige. Das allein ist für mich schon ein K.O.-Kriterium bei Krimis. Aber das die Autorin sich in einem Handlungsstrang verliert, der aus meiner Sicht nichts mit dem eigentlichen Vermisstenfall zu tun hat, der groß auf der Buchrückseite angepriesen wird, das hat mich wirklich geärgert. Hier sollte man echt überlegen diese „Handlungsvorschau“ zu überarbeiten, denn sie hinterlässt einen Eindruck, dem das Buch nicht gerecht wird.

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