Buchrezension: Die Überlebenden

Schon wieder Samstag. Ich hoffe sehr es geht bald aufwärts, wir werden sehen. Sonntags-Top7 und auch der neue Montagsstarter sind vorgeplant.  Heute habe ich eine Rezension für euch.

Inhalt laut Buchumschlag

Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht …


Details
Cover Die Überlebenden

Die Überlebenden von Alexandra Bracken

Autor Alexandra Bracken
Titel Die Überlebenden
Serie Die Überlebenden-Reihe Band 1
Seiten 544
Genre Dystopie
Art Klappenbroschur
Verlag Goldmann[Link]
ISBN 978-3-442-47908-5
Preis 12,99 €

 1. Die Handlung

Sie sterben an dem Virus. Wer überlebt, hat Fähigkeiten, die den Erwachsenen Angst machen. Solche Angst, dass sie die Kinder wegsperren und töten wollen. Doch Ruby will nicht sterben, und kämpft ums überleben.

Es hat ein paar Seiten gebraucht, bis ich im Buch drin war, dann aber hat mich die Spannung mitgerissen und auch nicht mehr losgelassen. Die Handlung wurde immer verworrener und dadurch auch immer spannender, denn es war nicht abzusehen, wo das alles hinführt. Auch eine größere Anzahl an Personen, die über das Buch verteilt auftauchten und wieder verschwanden sorgte dafür, dass es teils etwas undurchsichtig war. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass dies auch den Reiz der Handlung ausgemacht hat und notwendig war für die Handlung.

Das Ende war sehr spannend auf der einen Seite, auf der anderen auch irgendwie sehr traurig und berührend. Es ließ einige Fragen offen – perfekt – da man so direkt Band 2 haben wollte.

Die Autorin baut hier eine interessante und spannende Handlung auf. Sie lässt noch viele Fragen offen, was mir für eine Trilogie gut gefällt.

2. Die Protagonisten

Es gibt etliche Personen hier. Einige spielen wirklich Nebenrollen, andere stehen mehr im Vordergrund und dann noch die Hauptfiguren. Alle zu beschreiben würde den Rahmen sprengen. Die wichtigsten Personen aus meiner Sicht sind Ruby, Liam, Clancy und Charles genannt Chubbs.

Ruby ist definitiv die wichtigste Person der Reihe. Die gesamte Handlung wird aus ihrer Sicht erzählt. Zu Anfang brauchte ich ein wenig um mit ihr klarzukommen. Es wirkte zuerst so, als hätte sie bereits aufgegeben und sich mit ihrem Leben im Lager abgefunden. Dann aber änderte sich einiges und sie wurde zu einer interessanten Persönlichkeit. Die Unsicherheit, die sie aufgrund ihrer Kräfte hat, vor allem weil sie sie nicht kontrollieren kann, wirkt sehr gut dargestellt und nicht übertrieben. Außerdem macht es sie sympathisch.

Liam taucht erst ein wenig später im Buch auf. Durch einen Zufall landet Ruby im Auto von ihm, Chubbs und Zu. Er ist ein sehr offener ehrlicher Mensch, der auf alle aufpassen will, es damit aber auch oft übertreibt und sich dann selbst in Gefahr bringt. Gerade das macht ihn aber aus, genau wie die Tatsache das er sofort Vertrauen zu Ruby hat, obwohl sie ihm völlig fremd ist.

Charles oder Chubbs wie er fast nur genannt wird, ist eine ganz andere Persönlichkeit. Er ist zurückhaltend und sehr vorsichtig. Er misstraut Ruby über weite Teile. Auch wirkt er sehr unfreundlich und stellt alles erst einmal in Frage. Er ist der große Gegensatz zu Liam. Das führt dann auch dazu, dass die beiden häufiger in Streit geraten.

Clancy ist eine sehr undurchsichtige Persönlichkeit. Auf mich wirkt er äußerst unsympathisch und unangenehm. Ich habe allerdings das Gefühl, dass sein Auftritt in Band 1 nicht der einzige bleiben wird und das er für den weiteren Verlauf der Handlung noch mehr zu tun und sagen hat. Ich möchte hier aktuell keine weiteren Details zu ihm schreiben, damit ihr nicht sofort wisst, wer er ist.

3. Die Handlungsorte

Zuerst steht das Lager in dem Ruby gefangen gehalten wird im Vordergrund. Das ganze ist erschreckend real dargestellt und sorgte mehr als einmal für Gänsehaut bei mir. Allein die Vorstellung die Kinder so festzuhalten ist schon erschreckend.

Danach reist Ruby quer durch die Gegend. Dabei gibt es immer wieder neue Orte zu entdecken. Diese sind nicht so detailliert beschrieben, da sie meist nur für einen kurzen Moment eine Rolle spielen.

East River, ein Ort an dem sie sich länger aufhält, ist dann wieder sehr detailliert dargestellt. Auch hier kann das Kopfkino wieder richtig loslegen.

4. Sonstiges

Die Kapitel des Buches haben eine angenehme Größe und sind auch nochmals in Absätze gegliedert. Insgesamt lässt sich das Buch so gut lesen.

Schriftgröße und Schriftart haben mir gut gefallen und waren angenehm zu lesen.

Das Cover hat mir gut gefallen. Die strukturierte Oberfläche fühlt sich sehr gut an und das gewählte Motiv spricht mich ebenfalls an.

Die Qualität des Papiers empfinde ich als angenehm dick und wertig.

5. Das Fazit

5/5 Punkten

Eine Dystopie muss mich mitreißen. Die Hauptfiguren müssen sympathisch sein und das Thema einfach faszinierend. Genau das ist der Autorin hier gelungen. Nach einem kurzen etwas schwerfälligen Einstieg war ich fasziniert von der Handlung und vor allem von Ruby. Allen voran hat mir aber auch der Gegensatz zwischen Chubbs und Liam gefallen der immer wieder einige interessante Wendungen brachte. Auch der geheimnisvolle Clancy lässt mich nicht los, denn er wird bestimmt noch mehr Einfluss auf die kommende Handlung haben. Absolut lesenswert.

 

 


Links:

Goldmann – Verlagsseite

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