Buchrezension: Das Dorf der Mörder

Die Rezensionen wurden ja auch mal Zeit. Ich gebe es zu, ich hab es ein wenig hinausgeschoben. Nun habe ich aber endlich die Zeit und auch Lust gehabt und habe was fertig gekommen. Daher nun eine Buchrezension zu Das Dorf der Mörder von Elisabeth Herrmann.

Inhalt laut Buchumschlag

An einem warmen  Frühlingstag im Mai ereignet sich ein unfassbarer Mord im Berliner Tierpark. Als Sanela Beara, eine junge Streifenpolizistin, am Schauplatz eintrifft, herrscht Aufruhr. Nur wenige Tage später wird der Öffentlichkeit die geständige Mörderin Charlie Rubin präsentiert, doch Beara hat Zweifel. Auch der Psychologe Jeremy Saaler, der an einem Gutachten über Charlies Zurechnungsfähigkeit beteiligt ist, will nicht an Rubins Schuld glauben. Beide hegen den Verdacht, dass der Mord mit Charlies Kindheit in einem kleinen Dorf in Brandenburg verknüpft ist. Eine düstere Fährte führt sie nach Wendisch Bruch – ins Visier eines Gegners, der die Totenruhe im Dorf um jeden Preis bewahren will…


Details
Cover Das Dorf der Mörder

Cover „Das Dorf der Mörder“

Autor Elisabeth Herrmann
Titel Das Dorf der Mörder
Serie Sanela Beara-Reihe Band 1
Seiten 512
Genre Krimi
Art Klappenbroschur
Verlag Goldmann[Link]
ISBN 978-3-442-48114-9
Preis 9,99 €

 1. Die Handlung

Ein schnell gelöster Mord? Soll es tatsächlich so einfach sein? Für Kommissar Gehring ja, doch Sanela Beara sieht das alles anderes und ermittelt immer wieder auf eigene Faust. Dabei treibt sie den Kommissar in den sprichwörtlichen Wahnsinn, doch gibt es einen anderen Täter oder eine andere Täterin als Charlie Rubin?

Ich kenne bereits Band 2 der Sanela Beara Reihe, die mir vor allem wegen ihrer guten Spannung gefallen hat. Auch Band 1 ist sehr gut was das Thema Spannung angeht. Ich hatte auf 500 Seiten nicht einmal Langeweile. Immer passierte etwas. Und selbst Momente, die den Fall zurückgeworfen haben, waren spannend dargestellt. Mich hat das Buch wirklich gefesselt.

Es war ein wirklich tolles Ende. So stelle ich mir ein Krimi-Ende vor. Spannung pur. Es hat mich nicht mehr losgelassen. Und die Auflösung war so überraschend. Und trotzdem völlig nachvollziehbar. Es hat einfach alles gepasst und das Buch hat so einen wirklich guten Abschluss bekommen.

2. Die Protagonisten

Sanela Beara spielt hier eine große Rolle, ebenso Kommissar Lutz Gehring und auch der Psychiater Jeremy Saaler.

Sanela Beara begeistert mich. Sie ist mir total sympathisch mit ihrer Art alles zu hinterfragen und nicht einfach alles hinzunehmen. Sie ist in gewissem Maße stur und neugierig, aber genau das macht sie aus und auch zu einer guten Polizistin wie ich finde. Als definitive Hauptfigur in dieser Reihe ist sie perfekt geeignet und wird von der Autorin sehr gut dargestellt.

Lutz Gehring. Der eigentliche Kommissar in diesem Mordfall. Er ist immer wieder genervt von Sanela Beara, aber sie gibt ihm immer wieder gute Tipps. Nur aufgrund ihrer Sturheit ermittelt Gehring weiter. Er wirkt etwas eigensinnig und auch etwas von sich eingenommen. Man braucht ein wenig um mit seiner teils mürrischen Art klar zu kommen. Er ist damit der perfekte Gegenspieler zu Beara.

Jeremy Saaler kommt aus gutem Hause und soll Psychiater werden. Die Stelle bei Dr. Brock hat ihm sein Vater verschafft. Zu Anfang wirkt er unbeholfen und naiv auf mich. Teils wie ein Elefant im Porzellanladen. Mit der Zeit entwickelt er sich aber weiter und wird mit jedem neuen Detail zu einer interessanten Persönlichkeit. Wer das Buch liest, sollte ihn definitiv nicht gleich abschreiben.

3. Die Handlungsorte

Die Handlungsorte waren sehr unterschiedlich. Der Zoo selbst, das Dorf Wendisch Bruch, das Büro von Dr. Brock. In jedem spielten interessante und spannende Szenen.

Der Zoo ist der Einstieg hier fängt alles an und das ist nicht unbedingt der schönste Teil. Ich gehe hier bewusst nicht in Details, das möchte ich den Lesern nicht vermiesen. Der Zoo wurde gut dargestellt und ich konnte mir alles bildhaft vorstellen.

Das Büro von Dr. Brock ist der 2. regelmäßige Handlungsort, nachdem Charlie Rubin gestanden hat. Dort soll das Gutachten über ihren Geisteszustand erstellt werden. Man hat relativ schnell die gesamte Praxis vor Augen.

Zum Schluss erst dreht sich vieles um Wendisch Bruch, das Dorf aus dem Charlie Rubin stammt. Hier hat die Autorin wirklich tolle Arbeit geleistet. Diese bedrückende und beklemmende Stimmung im Dorf, die Bewohner, und auch die Umgebung selbst. Alles war so detailliert beschrieben, dass sich bei mir selbst Beklemmung beim Lesen breitmachte.

4. Sonstiges

Die Kapitel waren größtenteils recht kurz gehalten. Immer praktisch, wenn man – so wie ich – gerne ein Kapitel beendet. Schriftgröße und Schriftart haben mir gut gefallen, alles war gut zu lesen für die Augen. Das Cover wirkt auf mich bedrückend wie das Dorf Wendisch Bruch und genau dort kann ich mir dieses Haus gut vorstellen. Auf jeden Fall ein sehr passendes Cover. Das Papier ist in Ordnung, eine Spur dicker wäre aber gut gewesen.

5. Das Fazit

Ein fantastischer Krimi. Eine tolle Polizistin, ein schwieriger Kommissar. Eine Handlung mit interessanten Wendungen. Einfach klasse. Wem deutsche Krimis gefallen, dem empfehle ich diese Reihe.


Links:

Goldmann – Verlagsseite

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2 Kommentare auf "Buchrezension: Das Dorf der Mörder"

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Manuela
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Hallo Martin
Ich lese sehr gerne Bücher von Elisabeth Herrmann,dieses kenne ich auch und es hat mir gut gefallen.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
Gruß
Manuela

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