Martin hat abgebrochen: Späte Rache von Henrike Heiland

Inhalt laut Buchrücken:
In der Nähe der Rostocker Neptunwerft wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, der man sämtliche Knochen gebrochen hat. Sie wurde gerädert, wird Hauptkommissar Erik Kemper und Kriminalpsychologin Dr. Anne Wahlberg bald klar. Doch es kommt noch schlimmer: Wenig später gibt es ein weiteres Opfer – zu Tode gequält und gekreuzigt. Ohne nennenswerte Spuren beginnt Anne ihre Recherchen und erkennt, dass die Wurzeln der Morde weit in die Vergangenheit zurückreichen. 

Details
59
Seiten 304
Genre
Art Taschenbuch
Verlag Bastei Lübbe
ISBN 978-3-404-15505-7
Preis 7,95 €
Erst-VÖ 11.08.2013
Lese-Zeitraum 24.08.-31.08.16

Dieses Buch habe ich als Re-Read nochmal gelesen. Ich war gespannt, wie es mir nach einigen Jahren gefällt.

Inhaltlich haben wir hier einen Kriminalroman. Typisch eigentlich von der Handlung. Man bekommt sehr viel mit von den Ermittlungen usw., aber leider belässt es die Autorin dabei nicht. Anne Wahlberg ist nicht nur Psychologin, sondern hat irgendwie auch eine Art des Gedankenlesens drauf. Was beim ersten Mal noch recht interessant war, wirkte dieses Mal auf mich so abwegig. Es wurde zwar erläutert, woher sie das beherrscht und welche Hintergründe das hat. Jedoch stützte sich das Buch zum Teil zu sehr darauf.

Die Spannung. Das ist jetzt schwierig das einzuordnen. Es war jetzt nicht total langweilig, aber so richtige Spannung, dass mich das Buch mitreißt und fesselt, kam auch nicht auf. Ich denke das hier der Punkt war, dass viel zu sehr auf irgendwelche Gefühle von Anne Wahlberg gesetzt wurde anstatt einige Schlussfolgerungen durch echte Polizei-Arbeit darzustellen. Jedes Mal wenn sie vorwärts kamen lag es immer an irgendeiner Eingebung. Es war schlicht zu einseitig.

Die beiden Haupt-Charaktere Anne Wahlberg und Erik Kemper haben bei mir nicht wirklich punkten können. Während ich zu Anne Wahlberg keinen Zugang bekam und sie mir einfach fremd vorkam, hegte ich gegen Erik Kemper eine richtige Abneigung. Seine gesamte Art war irgendwie schwer zu ertragen für mich, zu sehr auf Stress bedacht. Und zu wenige angenehme Seiten zeichneten Erik Kemper aus und das machte schwer ihn auch positiv zu sehen.

Die Handlungsorte waren sehr gut dargestellt. Da ich ja in Rostock wohne konnte ich alles gut nachvollziehen und Fehler sind mir nicht aufgefallen. Das fand ich schön, dass hier der Fantasy nicht zu viel Raum gelassen wurde.

Über das Ende kann ich nichts sagen. Durch die gewissen Probleme mit Spannung und den beiden Charakteren habe ich dann etwa in der Mitte abgebrochen.

Die Kapitel des Buches waren noch okay von der Größe. Durch die Absätze war eine Lesepause auch mittendrin möglich. Die Schrift hätte etwas größer sein können. Gerade beim Lesen in der Dämmerung, was mir persönlich Spaß macht, war sie teils sehr ermüdend für die Augen. Der Schreibstil war gut, recht flüssig die meiste Zeit, jedoch teils auch etwas zäh.

Das ist toll gemacht und zeigt Warnemünde. An sich eine tolle Idee, jedoch wäre hier ein Foto der Neptunwerft passender gewesen, denn in der ersten Hälfte des Buches kam Warnemünde nicht vor. Die Papierqualität war gut. Etwas dicker hätte ich mir gewünscht, da man sehr aufpassen musste, damit die Seiten nicht einreißen.

downFazit: Ich weiß nicht was mich damals an dieser Reihe so fasziniert hat. Etwas mehr Polizeiarbeit, das hätte es gebracht. Das man sich die ganze Zeit nur auf diese Eingebungen der Psychologin verlässt war mir zu abwegig.

Ich lese sehr gerne. Häkele Kuscheltiere und mehr. Außerdem stricke ich gerne Socken.
Ich bin gerne im Zoo unterwegs und bastele mit Begeisterung an meinen Websites.

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