Martin hat gelesen: 110 – Ein Bulle bleibt dran von CID Jonas Gutenrath

Inhalt laut Buchrücken:
Mehr als 3.000 Menschen wählen in Berlin täglich die 110. Sie rufen an, weil sie bedroht werden oder überfallen worden sind; weil sie verletzt wurden oder in Gefahr schweben; weil sie den letzten Funken Hoffnung ins Leben verloren haben oder ihren Ehepartner vermissen, der seit Stunden hätte zuhause sein müssen… hat über ein Jahrzehnt Notrufe bei der Einsatzzentrale der Berliner Polizei entgegengenommen. Die Gespräche, die er dabei geführt hat, verraten viel über Menschen in Ausnahmesituationen, über das Leben in der Großstadt – und sie vermitteln einen exklusiven Insiderblick in die tägliche Arbeit der Polizei. Nach seinem Erfolgsdebüt »110 – Ein Bulle hört zu« legt Gutenrath nun einen neuen Band vor, der vierzig Notruf-Geschichten versammelt. Es sind ergreifende, komische und unglaublich spannende Storys mit oftmals überraschenden Wendepunkten – atemberaubend erzählt, eine Achterbahn der Gefühle.

Details
58
Seiten 304
Genre
Art Taschenbuch
Verlag Ullstein
ISBN 978-3-86493-007-2
Preis 14,99 €
Erst-VÖ 11.08.2013
Lese-Zeitraum 19.08.-24.08.16

Dieses Buch ist die Fortsetzung von 110 Ein Bulle hört zu. Nachdem ich von Teil 1 wirklich begeistert war, hoffte ich nun auf eine gute Fortsetzung.

Ebenso wie in Teil 1 erzählt der Polizist Jonas Gutenrath von seinen Telefonaten in der Notrufzentrale in Berlin. Bei den einleitenden Worten zu jeder Geschichte berichtet er auch aus seinem privaten Umfeld und seiner Vergangenheit. Das hat mir bereits in dem anderen Buch gut gefallen, weil er so eine persönliche Beziehung zum Leser aufbaut. Man merkt jedoch hier, dass sich einiges bei dem Autoren geändert hat. Er wirkt nochmal deutlich nachdenklicher als im 1. Buch.

Das wirkt sich dann auch auf das Buch selbst aus. Während im ersten Humor und Spannung ausgeglichen waren, ist das 2. Buch deutlich düsterer und teils sogar richtig traurig. Das ist keinesfalls schlecht, aber es hat eine andere Grundstimmung, die sich auch sehr gut auf den Leser überträgt.

Aber vielleicht hat es gerade das ausgemacht, dass ich das Buch recht schnell durchgelesen hatte. Es fesselt nämlich selbst bei Leseflaute richtig gut.

Seiner Art jeden Beteiligten nur kurz und knapp zu beschreiben bleibt er treu, und aufgrund der wechselnden Charaktere ist das auch sehr gut gelöst. Mir hat es ausgereicht um mir alles gut vorzustellen.

Das Ende der einzelnen Geschichten war klasse, denn wenn er noch wusste, wie die Geschichte ausging, hat er davon berichtet. Das gefällt mir gut, denn es bringt einen guten Abschluss. Seine Abschlussworte selbst waren berührend, aber auch traurig. Trotzdem haben sie mir gefallen, denn sie wirkten so ehrlich wie das gesamte Buch.

Das Buch ist in kurze Geschichten gegliedert. Dadurch kommt man beim Lesen gut voran, denn es sind meistens nur etwa 10 – 15 Seiten. Die Schriftgröße ist gut und sehr angenehm für die Augen, auch bei längerem Lesen ermüden die Augen nicht. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, da er flüssig war und man sehr flott lesen konnte.

Das Cover hat mir gefallen, auch passend zum 1. Band zeigt es wieder Jonas Gutenrath. Die Papierqualität wurde gut gewählt und es gibt da nichts zu meckern.

upFazit: Eine fantastische, wenn auch düstere, Fortsetzung des 1. Buches. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen. Der Blick auf die Polizei-Arbeit ist danach definitiv ein Anderer.

Ich lese sehr gerne. Häkele Kuscheltiere und mehr. Außerdem stricke ich gerne Socken.
Ich bin gerne im Zoo unterwegs und bastele mit Begeisterung an meinen Websites.

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