Martin hat gelesen: Die Toten, die niemand vermisst von Michael Hjort & Hans Rosenfeldt

Inhalt laut Buchrücken:
 
In den Bergen von Jämtland stürzt eine Wanderin ab, sie überlebt. Jemand anderes hatte dafür weniger Glück: Aus der Erde vor ihr ragen die Knochen einer Hand. Die Polizei vor Ort birgt sechs Leichen, darunter die zweier Kinder. Alle per Kopfschuss getötet.
Stockholm wird um Verstärkung gebeten, und Kommissar Höglund reist mit dem großem Tross in die Provinz. Doch die Ermittlungen stehen unter keinem guten Stern. Den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman plagen private Probleme, Spannungen belasten das ganze Team. Und auch der Fall entpuppt sich als kompliziert. Die Identität der Toten gibt Rätsel auf, niemand vermisst sie.
Als Höglund und Bergman endlich auf eine brauchbare Spur stoßen, schaltet sich der schwedische Geheimdienst ein…
 

Details
1
Seiten 624
Genre Krimi
Art Taschenbuch
Verlag rowohlt Polaris
ISBN 9783499267017
Preis 14,99 €

Dieses Buch ist der 3. Band der Sebastian Bergman – Reihe. Nachdem mir Band 1 und 2 sehr gut gefallen haben, stand nun Band 3 auf dem Plan.

Das Buch beginnt sehr spannend. Zumindest bei Kapitel eins, da sich das um den möglichen Täter bzw. die Täterin dreht. Dann jedoch wird die Spannung erstmal gesenkt. Es kommen Kapitel, die man Einleitung nennen kann, um in das Geschehen der jeweiligen Personen hereinzukommen. Das gibt sich dann aber und die Spannung tritt wieder mehr in den Vordergrund. Gut, denn das ist es ja, was man bei einem Krimi erwartet. Diese bleibt, die meiste Zeit auch erhalten.

Das ist auch der Grund, warum dieses Buch fesselt. Das allerdings nicht unbedingt durchweg. Während die beiden ersten Bände viel Wert auf den eigentlichen Fall gelegt haben und dadurch einen tollen Einblick in die Polizeiarbeit gegeben haben, so dreht sich hier vieles eher um private Angelegenheiten der Mitglieder der Reichsmordkommission. Das soll jetzt nicht unbedingt negativ klingen, aber zwischenzeitlich fand ich diesen Anteil etwas zu hoch. Der Fall war spannend und ich hätte mir mehr Ermittlungsarbeit in dem Buch gewünscht, stattdessen hatte ich immer wieder das Gefühl von einem Nebenschauplatz zum nächsten zu wechseln. In Maßen finde ich das durchaus gut, es sorgt für Abwechslung, hier war es mir manchmal doch zu viel.

Auch wenn man dadurch einen guten Einblick in die Welt der einzelnen Charaktere erhält, was einen guten Detailreichtum ja ausmacht, so war es mir dann, wie bereits gesagt, doch etwas zu viel des Guten. Vor allem da man gewisse Dinge ja bereits von den Charakteren weiß, wenn man die ersten beiden Bände gelesen hat.

Das Ende das Buches war eigentlich gut. Trotzdem konnte es mich nicht zu 100 % zufriedenstellen. Ich kann diesen Fakt nicht konkret an einem oder mehreren Punkten festmachen. Insgesamt fehlte mir hier einfach der gelungene Abschluss, der mich als Leser zufrieden zurück lässt.

normalFazit: Das Buch hätte ein Volltreffer werden können. Gerade die spannende Handlung von den getöteten Personen, die niemand vermisst und die Tatsache das sich irgendwann der Geheimdienst einmischt hätten genug Schwung bringen können. Stattdessen hat man sich leider in Details aus dem privaten Umfeld der Charaktere verloren, wodurch der Schwung fehlte. Das dann auch das Ende irgendwie unbefriedigend war, lässt leider keinen Daumen hoch als Bewertung zu.

Ich lese sehr gerne. Häkele Kuscheltiere und mehr. Außerdem stricke ich gerne Socken.
Ich bin gerne im Zoo unterwegs und bastele mit Begeisterung an meinen Websites.

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